7 Dinge die man in Marrakesch gesehen / getan haben sollte

Best of Marrakesch

Wer sich an den stinkenden Duft der kleinen Gassen gewöhnt hat (der vor allem durch Holzkohlegrills entsteht aber auch durch offen hängendes Fleisch von Metzgern, sowie fahrende Mofas mit ihren Abgasen), kann durchaus die kulturelle Metropole Marokkos zu spüren bekommen und ihren Charme kennen lernen.
Hilfreich dabei sind unter anderem die folgenden 7 Dinge, die man in Marrakesch, der alten Hauptstadt Marokkos, gesehen und getan haben sollte.

1. Durch die Souks schlendern

Souk (alternative Schreibweisen: Soq, Suk, Suq, Sook, Soukh oder Souq) ist eine Bezeichnung für Straßenstände, die man in der Altstadt (Medina) von Marrakesch (aber auch in andere arabische Städte) überall findet. Es gibt spezielle Souks für bestimmte Bereiche / Produkte wie z.B. für Teppiche, wo ganze Straßen voll von Teppichhändlern sind. Gemischte Souks waren für mich aber interessanter, wo man allerlei kaufen kann, von echten Ledertaschen, über handbemalte Teller, Holzschnitzereien, gefälschte Markenklamotten, Obst, Gemüse oder Fleisch (was nicht ganz so ästhetisch aussieht) sowie Lampen, Schuhe, Kunstgemälde oder Tücher. An manchen Stellen kann man den Künstlern und Handwerkern sogar bei der Arbeit zusehen, was einen orientalischen Charme und ein exotisches Einkaufserlebnis verleihen. Wer sich die Zeit nimmt und abends durch die Souks schlendert kann nebenbei allerlei Köstlichkeiten probieren (Granatäpfel, Pistazien, Feigen, Datteln usw.) und den Flair der Gassen auf sich wirken lassen. Preis: kostenlos.

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2. Djemaa el Fna Platz besuchen

Der wohl bekannteste Platz in Marrakesch (und vielleicht sogar in Marokko) ist der Djemaa el Fna, der Puls der Stadt und zentraler Marktplatz der Medina. Hier finden sich Künstler, Schlangenbeschwörer, Affen Tänzer, Musiker sowie die kulinarisch einheimische Küche wieder. Essen würde ich hier nicht unbedingt, da es sehr teuer ist, dafür aber frisch. Günstig und gut essen kann man direkt hinter dem Platz in einer Einkaufspassage. Zu empfehlen sind auf dem Platz aber die frisch gepressten Säfte, die es ab 40 Cent zu kaufen gibt. Am besten kommt man diesen Ort einmal mittags und abends besuchen, wenn der Ort sich zu einem ganz anderen Ort verwandelt. Preis: kostenlos.

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3. Koutoubia-Moschee und Minarett bei Sonnenuntergang

Ebenfalls empfehlenswert und vom Djemaa el Fna Platz bereits zu sehen, ist die Koutoubia-Moschee und das Minarett. Ein hoher Turm der in den Himmel ragt und zu einem Wahrzeichen von Marrakesch wurde. Gerade zum Sonnenuntergang, wenn der Himmel seine leuchtenden Farben zum Vorschein bringt, ist dieser Ort sehr sehenswert. In die Moschee selbst darf man als Nicht Muslime nicht rein. Der Garten hinter der Moschee dient als netter Rückzugsort, wenn man tagsüber genug vom bunten Treiben der Medina hat. Preis: kostenlos.

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4. Botanischer Garten – Majorelle Garten (Jardin Majorelle)

Dem französischen Modedesigner Yves Saint Laurent (YSL) gehörte einst dieser Botanischer Garten mit einem blauen Haus, das dem Designer als Inspiration für seine Kollektionen und Rückzugsort diente. Im Garten findet man 300 Pflanzen aller fünf Kontinente, hauptsächlich Kakteen und Bougainvillea. Wer in den Botanischen Garten eintaucht fühlt sich in weiter ferner von dem ganzen Trouble. Wer in der Medina sein Hotel hat, der hat einen weiteren Nebeneffekt, denn auf dem Weg zum Majorelle Garten läuft man am Neuen Stadtteil von Marrakesch vorbei, der absolut anders aussieht als die Altstadt. Hier findet man auch große Supermarktketten um günstig Besorgungen zu machen. Preis für den Botanischer Garten: 7€ und für Studenten 3,5€.

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5. Bahia Palast anschauen

Auch der Bahia Palast (zu Recht übersetzt „die Schöne“) ist eine Oase der Ruhe im hektischen Marrakesch, ein prächtiger orientalischer Fürstenpalast in dem einst ein Pascha und Harem drin lebte. Der Palast besitzt schöne Innenhöfe und Gärten sowie prunkvolle Räume, die aber keine Möbel enthalten. Beeindruckend ist vor allem die Architektur – die kunstvoll gestalteten Details der Wände und Decken. Preis: Eintritt 1€.

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6. Im jüdischen Viertel sich die Produkte erklären lassen

Ein für mich sehr interessanter Einblick in verschiedene Natur Produkte und Gewürze sowie Kräuter bekam ich in den Gassen (derbs) des jüdischen Viertel „Mellah“ von Marrakesch. Hier locken Händler einen zum Stehen bleiben durch das Zeigen eines Produktes und der Frage „Was ist das?“ (auf Deutsch). Wer sich darauf einlässt, der begibt sich auf eine Reise, in der es noch keine Fabriken gab, die Konsumprodukte und Massenwaren produzierten. So bekommt man z.B. erklärt, was ein natürlicher Lippenstift ist, was man tun muss um eine sanfte Haut zu bekommen, was gut gegen verschiedene Krankheiten ist, natürliche Parfüms, sowie Kräuter die den alltäglichen Tag auf irgendeiner Weise erleichtern oder bereichern. Wenn man Glück hat wird man dann noch kostenlos auf ein Minze Tee eingeladen (denn man dort auch kaufen kann). Preis: kostenlos.

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7. Minze Tee probieren

Wie bereits in Punkt 6 erwähnt sollte man unbedingt mal ein Minze Tee probieren. Tees gehört einfach in die Arabische / islamischen Welt dazu und dem sollte man sich nicht quer stellen. Der Minze Tee wird überall angeboten und frisch mit richtigen Minze zubereitet. Auf einer netten Terrasse in einem Cafe lässt sich bei einem Minze Tee super die Menschen beobachten. Ein orientalischer Charme, denn man nicht verpassen sollte. Preis: 1€.

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