Big Island – Begegnung mit einem Vulkan

Einer der Hauptgründe unserer Reise auf Hawaiis Insel „Big Island“ war es, dass diese Insel zwei aktive Vulkane hat, den Mauna Loa und den jüngsten und aktivsten Vulkan der Welt, dem Kilauea. Über zwei Tage wollten wir hier dem Naturwunder  Hawaiis auf die Spur gehen, mit der großen Hoffnung, selbst mal Lava zu sehen.

Angefangen hat unser Highlight in Puna, einer Stadt nicht weit von Hilo entfernt, wo wir mit dem Auto in einem von der Öffentlichkeit abgesperrten Bereich fuhren, der ursprünglich die Stadt Kalapana beherbergt hatte, bevor diese 1990 durch eine Vulkaneruption zerstört wurde.. Heute sieht man hier nur noch Lavagestein in ihrer reinsten Form. Von der damaligen Stadt ist bis auf ein paar neu gebauten Häusern nichts mehr zu sehen. Weswegen man hier sich wieder ein neues Haus aufbaut, war uns allerdings unerklärlich, denn ein sicherer Ort ist diese Gegend nach wie vor nicht.

Kalupana - Vulkan Ausbruch

Kalupana – Vulkan AusbruchKalupana

Weiter ging unsere Fahrt ins Hawai’i Volcanoes National Park, wo es mittlerweile dunkel wurde. Hier schauten wir in den Kilauea Krater hinein, der die Nacht mit seiner rot leuchtenden Lava erhellte. Ein unglaublich beeindruckender Moment, wenn man bedenkt, welche Macht dieser Vulkan innehat und das dieser jeder Zeit seine Überlegenheit gegenüber uns ausspielen konnte.

Glow

Vulkan National Park

Vulkan National Park

Wir übernachteten in einem Hostel, bevor es früh am nächsten Morgen wieder zum Krater ging, denn wir diesmal aber bei Tag anschauen wollten. Der Kilauea Vulkan ist eigentlich ein Krater im Krater – der größte Krater ist beachtliche 18 km im Umfang, leider war in unserer Zeit ein drittel des Weges, um diesen zu umfahren, wegen gefährliche Gase gesperrt. Der kleine Krater ist etwa 1 km im Durchschnitt und 90 Meter tief und spuckt pro Tag unglaubliche 3000 Tonnen Asche aus. Wir betrachteten die zwei Krater von denn verschiedensten Perspektiven, was uns ein schönen Panorama Blick ermöglichte. Unglaublich, welch Ausmaß die Laune des Vulkans hatte.

Krater Vulkan

Krater Vulkan

Krater Vulkan

Krater Vulkan

Nach einem Abstecher zu den Sulphid Quellen, ein quasi naturell kochender Kessel mit stinkender Luft und gelben Kristallen, ging unser Fahrt weiter über eine schier endlos langen dünne aus purer Lava Landschaft die wie Finger aus dem Boden ragen. Dieser Ort konnte das Eingangstor zur Hölle sein, überall nur Gestein und getrocknete Lavaformationen. Wäre man hier bei Nacht, würde man hier und dort fließende Lava sehen, was bei Tag aber kaum von der echten Lava zu unterscheiden ist.

Sulphid Quellen

Sulphid Quellen

Lava Formationen

Lava Formationen

Über eine kurvenreiche Strecke, ging unsere Fahrt vom Krater nach unten ins Tal, wo wir einen weiteren unglaublichen Panoramablick über die Küste und anhand von Formationen auf dem Boden verschiedene Lavaausbrüche in der vergangenen Zeit erkennen konnten.

Unten an der Küste angekommen, endete auch die Fahrt, da es kein Weiterkommen gab. Die Strecke endete hier wegen überfluteter Straße durch Lavaströme.

Kalupana - Ende der Straße

Kalupana – Ende der Straße

Kalupana - Lavastraße

Kalupana – Lavastraße

martinwos.de - My trip around the world