Big Island – Nachtschnorcheln mit Mantas

Für den Abend plante ich einen Tauchgang mit Mantas ein. Dies benötigte aber einiges an Überzeugungskraft, da Christine alles andere als erfreut darüber war, mit diesen für mich graziösen Tiere (und das auch noch bei Nacht) zu tauchen. Für sie waren diese Tiere weder schön noch freundlich und so wurde aus dem Tauchgang ein Schnorchel Ausflug bei Nacht. Die Schnorchel Tour tat dem aber kein Abbruch, denn wir kamen den Mantas näher als Christine lieb war 🙂 .

Mit einem Boot ging es zum Tauchspot der Mantas, wo bereits mehrere Boote von anderen Reiseunternehmen auf die Nacht warteten.

Als die Dunkelheit endlich einbrach, gingen wir, zusammen mit einem modifizierten Surfbrett, das am Boden LED’s angebracht hatte, zu Wasser.

Die verschiedenen Beleuchtungen, die im Meer aufgestellt, an Surfbrettern und Boote angebracht oder den Tauchern mitgegeben wurden, bildeten ein unglaublich tolles Farbspiel bei Nacht, was allein schon einen Blick wert war.

Durch die Beleuchtung sollte, so die Theorie, Plankton angelockt werden und tatsächlich, der erste Manta ließ nicht lange auf sich warten. Mit einer Spannweite von über 4 Meter schwom dieser in einer Entfernung von 10 Meter an uns vorbei und öffnete dabei sein Maul weit auf, um den angelockten Plankton zu erhaschen. Dabei machte er immer wieder einen Salto im Wasser, um sich schnell seinen Nachschlag zu holen.

Als die Ansammlung von Mantas sich auf sieben erhöhte, war der Abend perfekt und ich war aus dem Staunen nicht mehr raus zu bekommen. Doch das es bei der Schnorchel Tour noch besser kommen sollte, hätte ich mir nicht erträumt. Christine machte mich auf einen Manta aufmerksam, der mit einem breit geöffneten Maul auf uns zu steuerte. Die ersten Schnorchler tauchten aus Angst auf, Christine tat es ihnen gleich, doch ich war so fasziniert davon, das ich wie gelähmt war. Diesen Moment wollte ich für mich festhalten! Ich richtete meine Unterwasser Kamera in Richtung Manta, während dieser mit offenem Mund immer näher auf mich zukam. Gefühlte zehn cm vor mir, machte dieser eine Drehung. Ganze drei Mal kam ich an diesem Abend den Tieren so nahe, wie ich es mir hätte nicht vorstellen können. Ein unvergesslicher Moment.

Ab 2:30 sieht man die Mantas ganz Nahe bei mir.

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