British Virgin Islands – Die fremden Backpacker

Mit der Fähre ging es von den US Virgin Islands – St. John zu den British Virgin Islands auf die Hauptinsel Tortola, die den Namen deshalb bekam, weil dort unzählige Tauben hausten, als Columbus auf der Suche nach Indien auf dieser Insel landete.

Man könnte meinen, dass wir als Europäer es am einfachsten hätten, auf einer Insel anzukommen, die zur englischen Krone gehört, doch dem ist nicht so. Schlimmer noch, auf keiner Insel war es bisher so schwer durch die Passkontrolle zu kommen, wie auf der englischen Insel – The British Virgin Islands. Zu Beginn muss ich dazu sagen, dass man uns auch noch vergessen hatte einen Immigranten Zettel mitzugeben, wo man angeben muss, woher man stammt und was man vor hat auf der Insel zu unternehmen. Durch unsere Rucksäcke fielen wir natürlich zudem zwischen den einheimischen Afroamerikanern auf. Ganz kurios wurde es für die Polizisten der Passkontrolle aber, als man uns folgendes fragte und wir antworteten:

Polizist (P): Wie ist eure Adresse auf der Insel, wo übernachtet ihr?

Wir (W): Keine Ahnung das schauen wir noch.

(P): Ihr wisst nicht, wo ihr übernachtet? Habt ihr keine Reservierung?  Wie lange habt ihr den vor, hier zu bleiben?

(W): Wir fragen vor Ort nach ob ein Zimmer frei ist, das machen wir immer so. Wir schauen mal vielleicht ein oder zwei Tage.

(P): Und was macht ihr danach?? Wann geht euer Flieger weiter oder fährt ihr mit der Fähre? Ihr müsst doch wissen wie lange ihr bleibt?

(W): Wir fliegen dann mit dem Flugzeug weiter, vielleicht nach St. Martin oder so. Wenn wir kein Flieger bekommen dann vielleicht doch mit der Fähre.

(P): Das heißt ihr habt noch kein Flieger gebucht? ….

Hier wurde uns schnell klar, die Karibik ist nicht für Backpacker ausgelegt sondern für Pauschaltouristen oder Kreuzfahrtschiffe. Als wir in dem kleinen Dorf aus der Fähre kamen und uns jeder mit großen Augen anschaute wurde uns zudem klar, die haben wohl noch nie Backpacker gesehen. Selbst die Hühner, die auf der „Straße“ herum liefen, haben uns angeschaut als ob wir hier nicht rein passen.

Naja, der erste Gedanke war nur, „scheiße auf was haben wir uns hier eingelassen“, „wo sind wir hier überhaupt?“. Doch nach dem uns das Taxi in die Hauptstadt gefahren hatte wussten wir, dass es wohl doch noch normales Leben auf der Insel gibt, auch wenn man hier auf den Inseln meist kaum Touristen sieht, da diese in ihren All inclusive Hostels verschwinden oder nur tagsüber von ihren Schiffen kommen um shoppen zu gehen.

Wenigstens gibt es hier Internet und sogar Döner zu Essen. Was wir morgen machen? Schauen wir mal 😉

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