Der perfekte Start beginnt mit einer Katastrophe

Da bereitet man sich Monate lang auf seine Reise nach Asien vor und versucht alles perfekt zu planen. Wenn man dann das Gefühl hat, alles ist perfekt und man ist bereit für die Reise, was passiert dann? Genau! Es kommt das Unerwartet, wie unser Leben nun mal ist und bei mir gleicht es wirklich einer Katastrophe. Doch erst mal die Vorgeschichte…

Nach dem letzten „Abschieds Eis Essen“ begaben meine Freunde und ich uns auf den Weg Richtung Flughafen. Ein Freund sagte mir, als wir in die Autos stiegen: „Martin du wirst dein Rucksack noch lang genug tragen, ich pack ihn in mein Auto, fahre du mit den anderen“. Gesagt getan machten wir das dann auch. Da wir mit drei Autos unterwegs waren und man eigentlich die Autos auf zwei reduzieren konnte, haben wir auf dem Weg dort hin entschieden dies auch zu tun. Wir reduzierten drei Autos auf zwei, damit nicht so viele Autos an den Flughafen fahren mussten (+ ein Überraschungsauto, von dem ich nichts wusste).

Als wir dann am Flughafen ankamen fragte ich, wo mein Rucksack sei. Es stellte sich dabei heraus, das es zu meinem Glück genau in dem Auto war, das wir auf dem Weg stehen lassen hatten! Ich bin wirklich aus allen Wolken gefallen. Ein Blick auf die Uhr sagte mir, in zwei Stunden geht mein Flieger. Katastrophe! Schnell wurde entschlossen, das zwei meiner Freunde nach Hause fahren und ihn noch holen, was natürlich nicht klappte (trotzdem Danke Denis und Oli) da allein der Weg hin 1 Std. und zurück 1 Std. dauert.

Irgendwie war ich trotzdem gelassen und meine Freunde fragten mich, wieso ich nicht in Panik gerate, aber irgendwie konnte so eine Reise doch gar nicht besser anfangen?:) Als ich aber dann in Moskau gelandet war, wurde mir klar, in was für einer Situation ich mich eigentlich befand und was alles in meinem Rucksack drin ist. Eine Katastrophe brach über mich ein und ich viel in meiner Verzweiflung in ein Loch in der ich am liebsten Heim fahren wollte, denn mir wurde klar, dass ich eine Reise durch Asien mit einem kleinen Rucksack (Handgepäck) (gefüllt mit Gummibärchen, einem Laptop und zwei Handys ohne Akku und ohne meine Medikamenten) nicht weit kommen würde. Zumal man meine Organisation zwei Handys ohne Akku, ohne Flugtickets für den Rückflug und den Tauchschein in die Tonne schmeißen konnte.

Dies war der Grund wieso ich von Moskau leider nicht viel erzählen kann außer, dass es kein Personal gab was mich verstanden hatte und es auch keine Telefonzellen gibt. Positiv bleibt mir auf jeden Fall das Lichtspiel der Stadt bei Nacht in Erinnerung denn man hat das Gefühl man würde durch eine Milchstraße fliegen.

Moskau - Der perfekte Start beginnt mit einer Katastrophe

Moskau – Der perfekte Start beginnt mit einer Katastrophe

Nach langem hin und her Skypen mit meinem Bruder kam die Lösung. Mein Rucksack kann über DHL verschickt werden, dauert allerdings 2 Wochen wenn’s klappt. Ich hab ihm dann gesagt, er soll es mir nach Vietnam schicken lassen an eine Poststelle wo ich es dann nach 2 Wochen hoffentlich abholen kann.

Eine Stunde später rief mich Christine Tietz an und machte meinem Albtraum und Katastrophe ein Ende. Sie machte sich die Mühe alle Fluggesellschaften anzurufen und konnte mir ein Frachttransport besorgen, der mein Rucksack noch am nächsten Tag nach Bangkok fliegen würde.

Deshalb gelten meine Worte jetzt besonders an dich Christine: „Ich weis wirklich immer noch nicht, wie ich dir dafür danken kann, dass du dir extra frei genommen hast um den halben Tag rum zu telefonieren und den restlichen Tag damit verbracht hast, mein Rucksack neu zu verpacken und ihn an den Flughafen zu fahren. In der verzweifelten Situation warst du für mich ein Held! Ich Danke dir vielmals!“

An dieser Stelle möchte ich auch noch allen anderen Danken die mich aufgebaut haben und mir SMS geschickt haben oder mir in Facebook geschrieben haben. Danke ihr habt mir sehr geholfen!

Was habe ich daraus gelernt? Es ist egal in welchen Eck der Welt man sich befindet, wenn man Freunde hat, auf die man zählen kann. Man ist nie alleine, auch wenn es in dem Moment so scheint. Mit diesem tollen Gefühl wird meine Reise weiter durch Asien gehen.

P.S.: Was ich nicht wusste, war, das es noch schlimmer wurde. Lese hier, wie die Geschichte weiter ging.

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