Kambodscha – Phon Phen – Das Spiel mit den Waffen

Mit dem Bus bin ich wieder über Nacht von Saigon nach Phon Phen (Hauptstadt) gefahren. An der Grenze erzählte man uns, das unser Visa 25$ kosten würde. Ich wusste aber das normalerweise sich die Kosten auf 20$ belaufen müssten also versuchte ich mir mein Visa selbst zu besorgen, was die bessere Entscheidung war.  Das Busunternehmen wollte damit noch mal schnelles Geld machen, dabei ging das ohne Probleme an der Grenze für 20$.

Was mich wunderte waren die vielen Schilder vor Discotheken, Banken, Öffentlichen Gebäuden und Museen, die deutlich machten, das Granaten, Maschinengewehre, Pistolen und andere Waffen nicht erwünscht sind. Außerdem muss man aufpassen, da hier an Wege die nicht so oft verwendet werden immer noch viele Minen vorhanden sind. Na das fängt ja gut an, dachte ich mir… 😉

Ich lernte im Bus 2 Engländer, ein Bulgarier und ein Schottländer kennen, mit denen ich mir zusammen ein Zimmer im Hotel holte (Matt, Grahame, Jeff und Floris). Wir starteten eine Tour die ich wohl nicht so schnell vergessen werde….

Wir fuhren mit unserem Tuk Tuk auf abgesperrtes Gelände, das von einem Soldaten bewacht wurde. Unser Tuk Tuk kam an einem Platz zum stehen wo man ein Panzer, einige Geschosse und ein Flugzeug sah. Mit war nicht ganz klar wo wir hier waren, weil ich mich einfach nur der Tour angeschlossen hatte und ich gar nicht zugehört hatte, wo es denn überhaupt hin geht.

Sperrgebiet - Einlass nur für schießwütige Touristen

Sperrgebiet – Einlass nur für schießwütige Touristen

Unter einer Überdachung sah ich an der Wand mehrere Waffen hängen. Ich konnte das Ganze noch nicht ganz begreifen, da aber auf dem Schild „Dont Touch“ stand, war mir klar, diese Waffen waren hier auch nur zum anschauen da.

Waffem - Arsenal

Waffem – Arsenal

Doch das war wohl falsch gedacht. Der Mann erklärte uns kurz was zu den Waffen und sagte uns dann, das wir uns Waffen raussuchen könnten. Jede Waffe würde 50 Dollar kosten, für 30 Schuss.

Wow wo bin ich hier gelandet, dachte ich mir nur. Mein Adrenalin schoss plötzlich von 0 auf 180. So etwas gibt es auch nur in Kambodscha.

Da wir zu 5 waren, beschlossen wir und die Waffen zu teilen. Wir suchten uns 3 Waffen raus, M-16, ich glaub eine Kalaschnikow und eine Sniper Gewehr (Scharfschützengewehr).

Und dann ging der Spaß los. Es war echt sehr aufregend und war mal was anderes als z.B. Gokart fahren zu gehen. Adrenalin pur, das sage ich euch.

Ich beim Schuß einer Kalaschnikow Waffe

Ich beim Schuß einer Kalaschnikow Waffe

Irgendwie war das ein kleiner Spielplatz für Männer wie man auch unschwer an unseren Bildern sehen kann. 😉

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Ausprobieren der Waffen

Ausprobieren der Waffen

Für 110 $ konnte man übrigens auch mit einer Panzerfaust schießen. Es war definitiv ein verrückter Tag der sich mir absolut in mein Gedächtnis geschossen hatte. Dieses Verrückte Land Kambodscha fing mir langsam an zu gefallen. 🙂

Waffen probe in Kambodscha

Waffen probe in Kambodscha

P.S.: Ich möchte vielleicht doch noch kurz ein Nachtrag schreiben. Das „spielen“ mit den Waffen hat Spaß gemacht, keine Frage, allerdings waren wir auf einem Militär Gelände und haben auf Ziele geschossen. Dabei ist keiner zu Schaden gekommen und das Personal hat auch darauf geachtet, das nichts passiert. In diesem Zusammenhang möchte ich sagen, das ich jegliche Gewalt sowie Kriege verabscheue.

 

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