Roadtrip auf Magnetic Island von Elena Nunn

Als James Cook 1770 mit seiner Mannschaft an dieser kleinen Insel vorbeisegelte und der Kompass an Bord verrücktspielte, ging der britische Kapitän davon aus, die Insel bestünde aus einem metallhaltigen Gestein und nannte sie daher Magnetic Island. Auch wenn er damit falsch lag, zieht die knapp 51 km² große Insel jährlich zahlreiche Touristen an. Die Insel liegt im tropischen Norden Australiens, etwa 8 km vor der Küste von Queensland.

Ich habe Johanna ein paar Tage zuvor in Cairns kennengelernt, wir haben im selben Hostel übernachtet. Schnell haben wir uns verstanden und gemerkt, dass sich unsere Reisepläne ziemlich ähnelten und dass wir zur gleichen Zeit nach Magnetic Island fahren wollten. Weil zu zweit reisen viel mehr Spaß macht, haben wir verabredet, uns in Townsville wieder zu treffen, gemeinsam mit der Fähre nach Magnetic Island überzusetzen und die kleine Insel unsicher zu machen.

Nach einer nicht allzu langen Fährfahrt und einem noch kürzeren Bustransfer sind wir in unserem Hostel angekommen. Auf der Insel geht es eher ruhig zu, man kommt hier her um sich am Strand zu sonnen, zu schnorcheln oder einen gemütlichen Segeltörn zu unternehmen. Auch wenn die Insel nicht besonders groß ist, entschieden wir uns einen kleinen Miniflitzer auszuleihen. Ausgestattet mit Fotoapparat und Schnorchel-Equipment machten wir uns also auf zu unserem Roadtrip über die Insel. Auf der linken Straßenseite zu fahren ist nicht allzu kompliziert und man findet sich schnell rein, nur wenn man, wie ich kein Schaltgetriebe gewöhnt ist, wird eine Autofahrt auf der bergigen Insel zur echten Herausforderung. Deshalb überließ ich Johanna das Steuer.

Unser kleiner Flitzer - Elena Nunn

Unser kleiner Flitzer – Elena Nunn

 

Erster Stopp: Horseshoe Bay

Die Horseshoe Bay ist die größte Bucht der Insel. Hier kann man sich alle nur erdenklichen Wassersportgeräte ausleihen. Johanna und ich legten uns aber einfach nur für eine Weile an den Strand unter eine Palme und relaxten. Plötzlich galoppierte eine Horde Pferde mit Reitern an uns vorbei und ich dachte nur, das will ich auch machen.

 

Zweiter Stopp: Arthur Bay

Arthur Bay, Magnetic Island - Elena Nunn

Arthur Bay, Magnetic Island – Elena Nunn

Als nächstes ging es zur Arthur Bay, einem der besten Schnorchelreviere der Insel, perfekt also, um unsere Schnorchelausrüstung einzusetzen. Unseren kleinen Flitzer stellten wir etwas oberhalb des Strandes ab, von hier aus war es noch ein ca. 15-Minütiger Fußmarsch zum Strand. Man sagte uns, dass es hier freilebende Koalas gibt, aber obwohl wir unsere Augen offen gehalten haben, haben wir keinen entdeckt. Dafür aber tausende bunter Schmetterlinge. Arthur Bay ist eine kleine Bucht mit einem tollen Strand, begrenzt auf beiden Seiten von beeindruckenden Steinformationen. Beim Schnorcheln war mir dann doch ein bisschen mulmig zumuten, da man ja alles sieht, was unter einem entlang schwimmt. Wir sind daher eher in Ufernähe geblieben und haben uns dort vergnügt.

 

Dritter Stopp: Geoffrey Bay

Geoffrey Bay, Magnetic Island - Elena Nunn

Geoffrey Bay, Magnetic Island – Elena Nunn

Kurz vor Sonnenuntergang haben wir unseren letzten Stopp für diesen Tag angesteuert. In der Geoffrey Bay wimmelt es nur so von freilebenden Wallabies, die sich von neugierigen Touristen füttern lassen. Wallabies sind Beuteltiere, die zur Familie der Kängurus gehören. Die Tiere in der Geoffrey Bay sind an Menschen gewöhnt, denn wir kommen ganz nah ran und können sie beim Futtern beobachten. Ein echt niedlicher Anblick.

 

Highlight: Reiten in der Horseshoe Bay

Reiten an der Horseshoe Bay - Elena Nunn

Reiten an der Horseshoe Bay – Elena Nunn

Mein persönliches Highlight sollte am nächsten Tag stattfinden. Während Johanna sich an den Strand des Hostels legte, machte ich mich auf zu einem Reitausflug zur Horseshoe Bay, wo wir während unseres kleine Roadtrips am Tag zuvor ja schon eine Reitgruppe gesehen haben. Von einer Pferderanch aus ging es zuerst durch den Busch. Hunderttausende farbenfroher Schmetterlinge flogen empor, als wir an ihnen vorbei ritten und auch ein paar wilde Wallabies konnte ich vom Pferd aus entdecken. Ein fantastischer Anblick. Aber unser Ziel war ja der Strand, und der enttäuschte nicht. Wir sind einige Zeit den Strand entlang geritten und schließlich sogar samt Pferden ins Wasser. Nicht nur wir Reiter, sondern auch die Pferde haben die nasse Abkühlung genossen. Nach dem Reitausflug hieß es leider schon wieder Abschied nehmen von dieser wundervollen, tropischen Insel und so fuhren Johanna und ich mit der Fähre zurück nach Townsville.

Elena Nunn arbeitet in Berlin bei der Reisesuchmaschine GoEuro, die dabei hilft die verschiedenen Transportmöglichkeiten Zug, Flug und Bus innerhalb Europas miteinander zu vergleichen und zu kombinieren. 2010 hat sie ihr Auslandssemester in Sydney verbracht und ist anschließend 3 Wochen durch Australien gereist. Dieser Beitrag ist somit mit der freundlichen Unterstützung von GoEuro entstanden.